
Film ohne Film
Martin Ebner
2013, Graz, Österreich
Bemalte Säulen,
nach: Carolee Schneemann, Fuses, 1965–68;
George Landow, The Evil Faerie, 1966;
Harry Smith, Mirror Animations, 1957/79
Institution
Kunsthaus Graz,
temporäre Installation, innen
als Teil der Ausstellung:
Förderungspreis des Landes Steiermark für Gegenwartskunst 2013
Kunsthaus Graz, kuratiert von Jaroslaw Suchan
Ort:
in der Ausstellungshalle des Kunsthaus Graz, Obergeschoss
Dauer:
Ein Monat
Zusammenfassung:
Experimentalfilm, präsentiert in Form von bemalten, bereits vorhandenen architektonischen Säulen, die im Ausstellungsraum verteilt sind. Die Segmente entsprechen den Schnitten der jeweiligen historischen Strukturfilme, die Farbgebung entspricht der durchschnittlichen Farbgebung der einzelnen Szene.
Ausgehend von der Idee, dass sich das Medium Film in den letzten 40 Jahren von seiner analogen, auf Zelluloid basierenden materiellen Form in eine parallele digitale Informationseinheit gewandelt hat, interessierte mich, was geschieht, wenn man wieder rückwärts geht: vom „psychischen Objekt“, das vielleicht als Einheit im Gedächtnis existiert, zum physischen Objekt, das Raum einnimmt – und Zeit enthält. „Film Without Film“ ist der Titel von drei bemalten Stützsäulen des Museums, deren individuelle Struktur und Farbmuster sich aus den Mustern und Abfolgen von Szenen einzelner bedeutender Experimentalfilme der 1960er und 70er Jahre ableiten.

Entwurf für das Kunsthaus Graz, Eingangshalle

Martin Ebner, Film ohne Film
Kunsthaus Graz, Ausstellungsansicht, 2013
Bemalte Säulen,
nach: Carolee Schneemann, Fuses, 1965–68;
George Landow, The Evil Faerie, 1966;
Harry Smith, Mirror Animations, 1957/79
